{"id":317,"date":"2010-06-13T15:49:29","date_gmt":"2010-06-13T13:49:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.swisswuff.ch\/tech\/?p=317"},"modified":"2025-05-29T14:56:29","modified_gmt":"2025-05-29T12:56:29","slug":"vom-makel-des-charmes-und-vom-unsinn-die-kombination-von-behinderung-submissivitat-objektfetisch-und-oberflachlichkeit-andauernd-als-was-anderes-anzupreisen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.swisswuff.ch\/tech\/?p=317","title":{"rendered":"Art and Disability &#8211; Vom Makel des Charmes und vom Unsinn, die Kombination von Behinderung, Submissivit\u00e4t, Objektfetisch und Oberfl\u00e4chlichkeit andauernd als was anderes anzupreisen"},"content":{"rendered":"<p style=\"padding-left: 60px;\"><a href=\"http:\/\/de.thefreedictionary.com\/charme\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>Charme <\/strong><\/a><span class=\"pronOx\">[?arm]<\/span> <em>der<\/em>;\u00a0<em>-s<\/em>;\u00a0<em>nur Sg <\/em><strong>1.<\/strong> der <strong>reizvolle, positive Eindruck<\/strong>, den eine Person od. <strong>Sache <\/strong>auf jemanden macht &lt;der Charme einer Person, einer Stadt; bezaubernder, unwiderstehlicher, pers\u00f6nlicher Charme; Charme ausstrahlen; (viel) Charme haben&gt; <strong>2.<\/strong> <strong>seinen Charme spielen lassen<\/strong> <em>gespr<\/em>; sich absichtlich liebensw\u00fcrdig und h\u00f6flich verhalten (<em>meist<\/em> um dadurch einen Vorteil f\u00fcr sich zu erreichen)<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\"><!--more--><\/p>\n<p><strong>&#8220;Charme des Makels&#8221;<\/strong><\/p>\n<p>Ein Projekt des Wieners <a href=\"http:\/\/www.google.com\/images?q=gerhard+aba\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Gerhard Aba<\/a> befasst sich mit dem Titel &#8220;Vom Charme des Makels&#8221;. Er verwendet diesen Titel, um dann\u00a0<a href=\"http:\/\/www.wiend.at\/behinderung_fetisch.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">eigent\u00fcmlich sadomasochistisch-fetischhaft kost\u00fcmierte Frauen<\/a> zu fotografieren und diese Fotos dann auszustellen.<\/p>\n<p>Dass er diese Fotos dann &#8220;charmant&#8221; unter die Leute bringen will, \u00e4ndert aber nat\u00fcrlich an den Fotos nichts &#8211; und so hat aufgrund seiner etwas schiefen Verlogenheit und Oberfl\u00e4chlichkeit so ein &#8220;Charme&#8221; eben auch einen &#8220;Makel&#8221; . Wieso Verlogenheit? Nun, die\u00a0<a href=\"http:\/\/www.art-port.cc\/kunstler\/aba_gerhard\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">K\u00fcnstlerbehauptung<\/a> dazu lautet erstmal:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\"><em>&#8220;Ein Schwerpunkt meiner Photo-Artworks ist dem Thema &#8220;Makel&#8221; gewidmet. Seit Jahren arbeite ich mit amputierten Frauen weltweit zusammen, und halte ihr &#8220;Anderssein&#8221; ikonisiert mit der Kamera fest, um sie in unserer &#8220;Perfektionswelt&#8221; zu spiegeln.\u00a0Jede meiner Artworks wird von ihnen mit Offenheit und dem Mut zum Authentischen gepr\u00e4gt, und erz\u00e4hlt dadurch die Geschichte von weiblicher Erotik in ungew\u00f6hnlicher Form &#8211;\u00a0jenseits von Klischees, Vorurteilen und Oberfl\u00e4chlichkeit. Ich m\u00f6chte meine Sicht des &#8220;Andersseins&#8221; mit all jenen teilen, die diese Erfahrungen noch nicht haben, und sich mit meinen &#8220;asymmetrischen&#8221; Photoarbeiten auseinandersetzen m\u00f6chten.&#8221;<\/em><\/p>\n<p>Sieht man sich die Fotos an, so f\u00e4llt erstmal auf, dass diese Fotos stets die Amputation und deren Dekoration im Zentrum haben &#8211; das aber recht unabh\u00e4ngig davon, welche der Frauen jetzt da zu sehen ist. Da dominiert der K\u00fcnstler ganz vollst\u00e4ndig, die Frau ist als eigenst\u00e4ndiges Subjekt nicht mehr erkennbar. Frauen sind weniger erkennbar als verbundene, zugedeckte, maskierte, und vor allem ausgestellte K\u00f6rper.<\/p>\n<p>Um Behinderung an sich scheint es auch nicht zu gehen.\u00a0Alltagsmomente, echte Realit\u00e4t fehlt vollkommen. Weder ist da eine alltagstaugliche Prothese im Vordergrund, noch ist sonst eine Aufnahme aus dem Leben gegriffen. Es gibt keine schiefe K\u00f6rperhaltung zu sehen, keine hochgezogene Schulter, kein schiefer Gang, wollte man wenigstens Fehler in der Postur zeigen, was aber auch nicht sein muss. Es gibt keine Hautprobleme, keine verschwitzten St\u00fcmpfe, keine Phantomprobleme zu sehen &#8211; Phantomprobleme zeigen, ja, das w\u00e4re etwas. Vielleicht ein paar Blicke auf die zahlreichen Workarounds, Tricks, die man braucht, um sich durchzumogeln? Oder das lange Warten in der Orthop\u00e4dietechnik, sowas k\u00f6nnte man verwenden, sehr ausdrucksstarke Bilder g\u00e4be das. Egal &#8211; die vielen von uns lebenslang in den Knochen sitzenden Geschichten, davon scheint wenig erkennbar. Authentisch ist da also trotz anderslautender Behauptungen erstmal gar nichts, so weit das Auge reicht.<\/p>\n<p>Aber alles ist gestellt, \u00fcberdreht und karikiert. Klischees, wohin das Auge reicht &#8211; sofort sind wir mitten drin in der \u00fcppigen F\u00fclle der \u00fcberdekorierten St\u00fcmpfe, Metall und Leder, der dekoriert ausgeschm\u00fcckten Vorf\u00fchrung liebevoll inszenierter Inferiorit\u00e4t und Absonderlichkeit. Hier wird mit Korsett bis zum Hals fast in die Spitze einer Hakenprothese gebissen, dort wird am Stumpf geleckt. Hier sitzt oder liegt man brav neben einem angeschmuddelten S\u00e4geblatt, dort sind lange Stangen an ledervernestelte Stumpfschnallen gemacht. Angestrichene, aufgesetzte, angezogene, eingewickelte oder hingelegte Sonderbarkeit begleitet einen hier auf Schritt und Tritt. Diese bleibt bei allem oberfl\u00e4chlich &#8211; denn da nichts authentisches erz\u00e4hlt wird, bleibt auch nichts h\u00e4ngen. Wir werden auch von dem nun definitiv abgeschmackten Klischee der uralten Armprothese, die einen gegen das Gesicht des unsichtbaren Tr\u00e4gers gerichteten Revolver h\u00e4lt, in Gerhard Abas&#8217; absurder Fetischwelt nicht verschont. Diese Fantasiewelt ist in ihrer Kunst an sich nicht einmal so besonders neu &#8211; diese Art der Authentizit\u00e4ts- und Wahrheitsvermutung findet sich bei Hans Bellmer oder Egon Schiele bereits zu Gen\u00fcge. Sicher, was soll ein Wiener denn auch tun, die k\u00fcnstlerische Vergangenheit in Wien ist ja auch heute noch allgegenw\u00e4rtig, warum davonlaufen.<\/p>\n<p>Den Bildern fehlt dann sicher der positive Ausdruck, es fehlt die Freude, eine klare individuelle Pr\u00e4gung durch die fotografierten Frauen, Bewegung fehlt, jedenfalls ist nirgends Witz, Schlauheit, Erstaunen, \u00dcberraschung oder Freude erkennbar &#8211; und dann scheint es vor allem ja erstmal eine sorgf\u00e4ltige und vorsichtig hindekorierte\u00a0Stillhalte\u00fcbung gewesen zu sein.<\/p>\n<p>Diese besondere Eigenartigkeit dieser Fotos ist nun eben ausserdem erstaunlich gleichartig, unabh\u00e4ngig davon, welches Frauenmodell nun fotografiert wurde. Da hat sich wohl der K\u00fcnstler Aba erstmal und vor allem selbst in Szene gesetzt, sich und seinen visuellen Filter. Den, und dann erstmal lange nichts, bekommen wir hier zu sehen. Brachial obsessiv kommt das also daher, keinesfalls subtil oder vorsichtig.\u00a0Und das durchaus gepflegter Sadomasochismus in Reinform. Man verstehe mich da nicht falsch &#8211; ich bin nicht dagegen, dass sich in der Sache einige urteilsf\u00e4hige Erwachsene da miteinander ihr Ding treiben.\u00a0Aber ein derart frecher Etikettenschwindel bedarf ja wenigstens eines Versuchs der Richtigstellung oder des Kommentars.<\/p>\n<p><strong>Sartre und Sadismus<\/strong><\/p>\n<p>Jetzt entspricht das Vorgehen eines K\u00fcnstlers, der seine eigene Subjektivit\u00e4t verwendet, um ein subjekt-entleertes drapiertes, zur Schau gestelltes, ausstaffiertes objektifiziertes anderes Individuum ebenfalls mit seiner Subjektivit\u00e4t ganz aufzuf\u00fcllen, durchaus der Vorstellung einer geradezu idealen sadomasochistischen Beziehung, eine Sorte der asymmetrischen Beziehungen, wie sie offenbar Sartre erkl\u00e4rte:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\"><em>Before Deleuze, however,\u00a0Sartre\u00a0had presented his own theory of sadism and masochism, at which Deleuze&#8217;s deconstructive attack, which took away the symmetry of the two roles, was probably directed. Because the pleasure or power in looking at the victim figures prominently in sadism and masochism, Sartre was able to link these phenomena to his famous philosophy of the Look of the Other. Sartre argued that masochism is an attempt by the For-itself (consciousness) to reduce itself to nothing, <\/em><span style=\"color: #0000ff;\"><em>becoming an object that is drowned out by the &#8220;abyss of the Other&#8217;s subjectivity&#8221;.<\/em><\/span><em> By this Sartre means that, given that the For-itself desires to attain a point of view in which it is both subject and object, one possible strategy is to gather and intensify every feeling and posture in which the self appears as an object to be rejected, tested, and humiliated; and in this way the For-itself strives toward a point of view in which there is only one subjectivity in the relationship, which would be both that of the abuser and the abused. Conversely, of course, Sartre held sadism to be the effort to annihilate the subjectivity of the victim. That means that the sadist is exhilarated by the emotional distress of the victim because they seek a subjectivity that views the victim as both subject and object.<\/em><\/p>\n<p>Gerhard Aba ist ja ein K\u00fcnstler, und ihm stehen da sicherlich allerlei Freiheiten offen, zu tun, wie ihm gut d\u00fcnkt. Das soll so sein. Nur: <a href=\"http:\/\/www.swisswuff.ch\/tech\/?p=350\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">derartige sadomasochistisch fetischbezogene\u00a0Bildserien<\/a> als &#8220;authentisch&#8221;, als &#8220;jenseits von Klischees&#8221; zu bezeichnen ist absolut absurder Humor vom feinsten. Hier ist die Fantasie mit den guten Textschreibern schon etwas arg durchgegangen.<\/p>\n<p><strong>Otto Bock als Sponsor und F\u00f6rderer sadomasochistischer Fantasien mit Objektifizierung behinderter Frauen<\/strong><\/p>\n<p>Nun haben wir pikanterweise mit Otto Bock eine Firma, die u.a. Prothesenteile herstellt und sie mit eine ganz besonderen Sorte der Kundenbetreuung an den Mann bringt, welche durchaus das Pr\u00e4dikat &#8220;besonders&#8221; verdient, da dieser Beziehung eine Analogie der Subjekt-Objektbeziehung innezuwohnen scheint. Das scheint aufgrund meiner Erfahrung auch bei der Kundenbeziehung zu dieser Firma irgendwie so zu sein: entweder ist Otto Bock ganz oben oder ganz unten: also entweder wird das Produkt klaglos getragen, oder man kann es zur\u00fcckgeben &#8211; dazwischen gibt es nichts.\u00a0An Hooks gibt es eine Auswahl nicht optimierter, relativ schlecht konstruierter Modelle, die zwar von amerikanischen Konkurrenzprodukten in Preis, Leistung und Funktion beliebig \u00fcbertroffen wird &#8211; aber von Verbesserungsvorschl\u00e4gen, da wollen sie bei Otto Bock nix wissen, da h\u00f6ren sie weg. Obschon die Zeitdauer klaglos intakter Funktion <em>meiner <\/em>Produkte dieser Firma denkbar kurz waren (MovoWrist: ca. 30 Sekunden; 2-Zug-Hand: ca. 2-3 Minuten; Perlonkabelzug: ca. 3 Minuten; Handgelenk: ca. 2-3 Monaten; Hook: ca. 3-4 Monate), steht bei Otto Bock allenthalben &#8220;Quality for Life&#8221;. Was f\u00fcr eine Nummer! Diese Oben-Unten-Dynamik, die Art des Umgangs mit Produkte-Qualit\u00e4t und Kunden deuten aus meiner Sicht auf einen gewissen Mangel an Respekt vor Behinderten und passen nun recht gut dazu, dass Otto Bock zwar kein Geld f\u00fcr die Herstellung passgenauer Bolzen zu haben scheint, und sich auch f\u00fcr ihre Gewerke nicht entschuldigen wollte, obschon ich ihnen sogar nahelegte, das doch einfach zu tun &#8211; aber sich nicht zu fein ist, beim Fotoprojekt von Gerhard Aba finanzkr\u00e4ftig mitzuhelfen, das denn auch sogar in der &#8220;Prime Time&#8221; gesendet werden konnte:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\"><a href=\"http:\/\/www.wiend.at\/behsex_aba_vom_charme_des_makels.htm\">http:\/\/www.wiend.at\/behsex_aba_vom_charme_des_makels.htm<\/a> <strong><em>Vom Charme des Makels &#8211; <\/em><\/strong><em>Projekt von und mit Gerhard Aba &#8211;\u00a0VOM CHARM DES MAKELS&#8221; <\/em><em>(..) <\/em><em>Die Dokumentation zeigt, dass es sehr wohl m\u00f6glich ist, an der Schnittstelle zwischen Unterhaltung und Bildung sowohl den Anspr\u00fcchen des Fernsehens als auch denen einer universit\u00e4ren Einrichtung gerecht zu werden und das Thema Amputation jenseits von Tabu und Heuchelei zu bearbeiten. <\/em><em>Wir sind stolz auf die Zusammenarbeit mit allen. die an diesem Projekt beteilgt waren und sind: dem Regisseur Gerald Teufel, dem Kamerateam, der Cutterin Elke Rittenschober, der Stylistin Nico Oest, den 6 amputierten Frauen Gina, Andrea, Carmen, Martina, Vivien und Lisa (nach der Reihenfolge ihres Auftrittes) und den Teilnhemenden am Workshop zur Makelschule. <\/em><strong><span style=\"color: #ff0000;\"><em>Gleiches gilt f\u00fcr die Firmen Otto Bock <\/em><\/span><\/strong><em>und Prothesen- Schuster, den Kulturwerk Schwechat und das Theater Forum in Schwechat. Wir sind ganz besonders dankbar der Universit\u00e4t Linz f\u00fcr die Chance zur Schaffung dieses ungew\u00f6hnlichen Werkes und dem Sender Bayern Alpha, vertreten durch seine \u00f6sterreichische Redaktion, f\u00fcr die Ermutigung zur Umsetzung und die gute Plazierung im Sendeschema.\u00a0VOM CHARME DES MAKELS wurde in der Primetime gezeigt.<\/em><\/p>\n<p>Wenn ein Wiener Fotograf seinen Neigungen entsprechende Fotografien macht und aush\u00e4ngt und das f\u00fcr ihn und seine Models so stimmt, ist alles in Butter. Aber ein Marktmonopol-Inhaber der Prothetik, am Dr\u00fccker bei der Prothesentechnik wie Otto Bock als Sponsor und F\u00f6rderer sadomasochistischer Fantasien, die behinderte Frauen objektifizieren: das ist ganz sicher das eigentliche Tabuthema, das hier abl\u00e4uft.\u00a0Das ist das Thema, das es zu beleuchten gilt.\u00a0Was sind denn das jetzt ganz exakt und genau f\u00fcr Leute, die dort arbeiten? Sollten wir denn da mal genau nachschauen? Was haben die f\u00fcr Fantasien?<\/p>\n<p>Warum setzt denn Otto Bock offenbar alles daran, dass Armamputierte zu ca. 30-60 Prozent gar keine Prothese tragen wollen: haben sie sie auch lieber ohne Prothese in ihren Fotos, wie Gerhard Aba? Welches sind die Voraussetzungen, dass Armpothesen nicht getragen werden? Wie halten die dort m\u00f6glichst lange an diesen Voraussetzungen fest? Wieso sind die Prothesenteile von Otto Bock so, wie sie sind? Wieso werden keine neuen Kabelzug-H\u00e4nde mehr entwickelt? Was genau und in der tiefsten Tiefe treibt diese Leute dort an? Verdienen sie denn unser Vertrauen und unser Geld \u00fcberhaupt?<\/p>\n<p>There is <em>an awful lot<\/em> left to explore.<\/p>\n<p>Denn f\u00fcr den Alltag kann wohlgemeinter Sadismus im Sinne von Sartre durchaus als Menschenverachtung missverstanden werden, und diese Art Subjekt-Beiseiteschiebung ist wohl notwendig, um gewisse Dinge zu tun &#8211; wer nicht weiss, von was ich rede, kann sich ja mal<a href=\"http:\/\/www.swisswuff.ch\/tech\/?p=271\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"> einen Otto Bock-Akku anschauen, und dann tief in sich gehen<\/a>. Absurder schwarzer Humor vom feinsten ist notwendig, um das wirklich lustig zu finden.\u00a0\u00a0Das macht aber nichts, wer so austeilt wie die, der ist sicher auch hart im nehmen.\u00a0Vielleicht bekommen wir ja schon bald von den Charmeuren aus Duderstadt hautrosafleischfarbene Plastik-Otto-Bock-Zahnb\u00fcrsten mit rostigen Metallgriffen und rostigen Drahtborsten, zu 1600 Franken das St\u00fcck. Dann aber auf, schnell ins Fotostudio damit, zum anderen Charmeur, zur Fotoserie &#8220;Zahnfleischbluten&#8221;. Authentisch. Offen. Und wirklich tief. Hilft nicht, macht nicht satt, befriedigt nicht, erfreut nicht, jubelt gar nicht, bleibt oberfl\u00e4chlich, ist auch etwas gr\u00e4sslich. Aber authentisch. Offen. Tief. Egal, ein Makel des Charmes, eben, des absichtlichenen, besonders liebenswuerdigen Verhaltens (<em>nicht <\/em>des liebenswuerdig Seins!) &#8211; er reicht nicht besonders weit. Now smile.<\/p>\n<p>Weiterf\u00fchrende Artikel:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/www.swisswuff.ch\/tech\/?p=175\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Erving Goffman<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.swisswuff.ch\/tech\/?p=179\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">G\u00fcnther Cloerkes<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.swisswuff.ch\/tech\/?p=350\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Zum Thema Stigmatisierung, Projektionen und Amelotatismus<\/a><\/li>\n<\/ul>\n\n<div class=\"twitter-share\"><a href=\"https:\/\/twitter.com\/intent\/tweet?via=swisswuff\" class=\"twitter-share-button\" data-size=\"large\">Tweet<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Charme [?arm] der;\u00a0-s;\u00a0nur Sg 1. der reizvolle, positive Eindruck, den eine Person od. 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