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Bedingtes Badeverbot fuer Behindertengruppen [Schweiz, Sperrbezirk Ost]

Cite this article:
Wolf Schweitzer: Technical Below Elbow Amputee Issues - Bedingtes Badeverbot fuer Behindertengruppen [Schweiz, Sperrbezirk Ost]; published March 26, 2012, 03:05; URL: https://www.swisswuff.ch/tech/?p=540.

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eg·gen·ber·ger(n), v.t.: aufgrund stoerender visueller Anreize sich selbst oder sichtbar Behinderte oertlich/zeitlich trennen. - Nach Heinrich Eggenberger, Schweiz, Erfinder des Bedingten Badeverbots fuer Behindertengruppen.

Bislang nicht zurueckgenommen und somit Gegenstaend oeffentlicher Debatte eine neue Entwicklung im anstrengenden Versuch, aneinander zu reifen. So hat angeblich Heinrich Eggenberger fuer das Bad oder Heilbad Unterrechstein ein Bedingtes Badeverbot fuer Behindertengruppen erfunden und implementiert.

Fuer die gelangweilte aktuelle Medien- und Gesetzeslandschaft der Schweiz ein ganz interessanter Versuch, mit einem etwas veralteten Geschaeftsmodell - Wellnessklotz fernab - und vermutlich zeitweise wohl sehr grenzwertig wenn ueberhaupt sauberen Badewasser (sonst koennen sich Baeder Behindertengruppen auch punkto Wasserqualitaet leisten) vermehrt Aufmerksamkeit zu erlangen, indem man die stets diskriminierten Behinderten etwas weiter diskriminiert.

Schade ist, dass sie den Hinweis, dass Behinderte und ab wann wer darunter zu verstehen ist, nicht klar lesbar auf der Webseite aufgeschaltet haben. Soviel wegen so wenig. Unglaublich.

http://www.appenzellerzeitung.ch/ostschweiz/ostschweiz/tb-os/art120094,2913655

Tagblatt Online, 21. März 2012 12:27:00

Heilbad Unterrechstein: vorläufig keine Entschuldigung

Im Kreuzfeuer der Kritik: Das Mineral- und Heilbad Unterrechstein. (Bild: Benjamin Manser)
GRUB AR/HEIDEN. Der Druck auf das Heilbad Unterrechstein steigt. Der Gemeinderat Heiden distanziert sich von den Verantwortlichen, welche einer Gruppe behinderter Kinder den Zugang zum Bad verwehrt haben. Der Geschäftsleiter des Heilbades seinerseits ist enttäuscht über die Kritik aus Heiden.
DANIEL WALT

Dicke Post für Heinrich Eggenberger, Geschäftsleiter des Heilbades Unterrechstein: In einem Schreiben fordert die Gemeindebehörde von Heiden, dass das Heilbad Gruppen mit behinderten Menschen künftig wieder uneingeschränkt Zugang gewährt. Gleichzeitig will der Gemeinderat, dass sich Eggenberger bei der Heilpädagogischen Schule Heerbrugg entschuldigt, deren Gruppe mit behinderten Kindern abgewiesen worden war.

«Können Haltung nicht nachvollziehen»
«Das Vorgehen des Heilbades hat in mir Enttäuschung und Unverständnis hervorgerufen», erklärt Norbert Näf, Gemeindepräsident von Heiden, auf Anfrage. Das Thema sei im Gemeinderat diskutiert worden - «die Behörde fand: Wir müssen handeln, um unsere Sicht der Dinge darzulegen.» Im Schreiben an den Geschäftsleiter des Heilbades hält Norbert Näf namens der Behörde fest: «Das Heilbad hat für die ganze Region eine hohe touristische Bedeutung. Deswegen sieht sich der Gemeinderat im Interesse des Rufs der Tourismusdestination Heiden verpflichtet, sich von Ihrer Politik bezüglich Einschränkung des Zutritts zum Heilbad für Gruppen mit behinderten Personen zu distanzieren. Wir können Ihre Haltung nicht nachvollziehen.» Die Integration von Menschen mit Behinderungen sei nicht nur gesetzliche, sondern auch gesellschaftliche Pflicht, welche insbesondere Anbietende von touristischen Dienstleistungen zu erfüllen hätten.

Mehrere Gründe für Stellungnahme
Das Heilbad Unterrechstein befindet sich auf dem Gemeindegebiet von Grub AR. Der Gemeinderat Heiden macht mehrere Gründe geltend, weshalb er sich zum Streit ums Baden für behinderte Kinder vernehmen lässt. Zum einen verwendet das Heilbad als Geschäftsadresse ein Postfach in Heiden. Zum anderen wirbt es auf der eigenen Homepage und auf Druckerzeugnissen mit dem Standort und der touristischen Marke Heiden. «Zudem ist die Gemeinde Heiden Aktionärin der entsprechenden Aktiengesellschaft», so Norbert Näf. Er habe dem Geschäftsleiter des Heilbades das gemeinderätliche Schreiben vorab per Mail zukommen lassen und auch mit ihm telefoniert - «er hat eine andere Sicht der Dinge», so Näf, der aber nach wie vor auf ein Umdenken in Unterrechstein hofft. Dies auch vor dem Hintergrund, dass ihm diverse Leute berichtet hätten, sie hätten ihr Abonnement für das Heilbad zurückgegeben.

Enttäuschter Geschäftsleiter
Heinrich Eggenberger, Geschäftsleiter des Heilbades Unterrechstein, hat wenig Verständnis für die gemeinderätliche Stellungnahme aus Heiden: «Ich bin sehr enttäuscht, wie pauschal die Behörde das Thema abhandelt», hält er fest. Eine Entschuldigung gegenüber der betroffenen Schule sei für ihn vorderhand kein Thema, genauso wenig ein Abrücken von der definierten Haltung - «wobei wir sie permanent überprüfen», sagt Eggenberger. Er stellt fest, dass es nach Absprache für Gruppen mit behinderten Kindern durchaus weiterhin möglich sei, zu den gewöhnlichen Öffnungszeiten in Unterrechstein zu baden. «Wichtig ist, dass man miteinander redet, und dann findet man auch einen Weg», sagt er.

Die Reaktionen auf diese Art Ausschluss / Badeverbot fiel unterschiedlich aus.

http://www.blick.ch/news/schweiz/klage-der-vernunft-id1821859.html

Sollen Behinderte Schwimmbäder nur in Randzeiten besuchen?»

37,4% Ja.
62,6% Nein.

Behinderte in der Badi ein Quoten-Hit

Vor zwei Jahren zeigte das Schweizer Fernsehen die Sommer-Reality-Doku «Üsi Badi». Thema: Drei Frauen und drei Männer mit geistiger Behinderung halfen während der Sommerwochen im Strandbad Bruggerhorn in St. Margrethen SG aus. Der Star unter ihnen war Remo (44, Bild). Gemeinsam mit den Angestellten im Strandbad bewirteten sie Gäste, gingen dem Badmeister zur Hand. Die Behinderten wurden in den normalen Badialltag integriert. Die Sendung war ein grosser Erfolg.

Baden für Behinderte verboten

Klage der Vernunft

Caroline Hess-Klein klagt für Pro Infirmis und Procap gegen ein Hallenbad in Heiden AR. Die Betreiber haben fünf geistig Behinderten den Zugang verwehrt.

Caroline Hess-Klein klagt für Pro Infirmis und Procap gegen ein Hallenbad in Heiden AR. (ZVG)

Die Betreiber eines Hallenbads im Appenzellerland haben den Zorn von Pro Infirmis und Procap auf sich gezogen. Die beiden Behinderten-Organisationen reichen Klage ein, weil das Heilbad Rechstein in Heiden AR einer Gruppe Behinderter den Zugang verwehrte. Caroline Hess-Klein (38), Leiterin der Fachstelle Égalité Handicap, sagt: «Jetzt muss gerichtlich festgehalten werden, dass solche Diskriminierungen unzulässig sind.»

Der Vorfall ereignete sich Anfang Januar. Fünf geistig Behinderte der Heilpädagogischen Schule Heerbrugg SG (HPS) wollten das Heilbad Rechstein besuchen. Als ihre Leiter das Eintrittsgeld bezahlen wollten, erteilte die Betriebsleiterin des Bades der Gruppe eine Absage. Kein Zutritt für Behinderte!
«Das ist ein Skandal», sagt HPS-Leiter Urs Bösch. «Das ist diskriminierend. Für mich völlig unverständlich.» Bösch verlangte von Heinrich Eggenberger (62), dem Geschäftsführer und Verwaltungsratspräsidenten des Heilbads, eine schriftliche Begründung.

Der wies in einem Antwortschreiben darauf hin, dass es «andere Badegäste als störend empfinden, wenn eine behinderte Person Lärm verursacht oder anderswie den Badeaufenthalt beeinträchtigt». Weiter heisst es: «Aufgrund der wirtschaftlichen Ausrichtung unseres Betriebs können wir es uns schlichtweg nicht leisten, wenn wir andere Gäste verlieren.»

Der Brief sorgte für einen Knall. Die Gemeinde Heiden setzte sich für die Heilpädagogische Schule ein, verlangte, dass man auch Behinderten Zugang zum Bad gewährt.

Schliesslich entschuldigte sich Eggenberger in einer Mitteilung. Er relativierte seine Aussagen und sagte, es handle sich alles um ein Missverständnis. «Der Verwaltungsrat freut sich, wenn alle Gäste in unserem offenen Bad auch weiterhin Ruhe und Erholung finden», heisst es.

Gegenüber SonntagsBlick hält der Heilbad-Geschäftsführer aber daran fest, dass er in seinem Hallenbad eine Trennung wolle. «Es braucht ein geregeltes Nebenei­nander von verschiedenen Gruppen», sagt er. Das bedeutet: «Gruppen von Behinderten können nicht einfach kommen, wann sie wollen. Sondern sie müssen sich anmelden.»

Wasserverunreinigung?

Das Heilbad habe auch Rücksicht auf Leute zu nehmen, die sich gestört fühlten. Nicht alle seien gleich tolerant. «Bei Vollbetrieb ist ein Besuch von Behindertengruppen ungünstig», so Eggenberger.
Pro Infirmis und Procap sind schockiert über die Aussagen des Badbetreibers. Sie bereiten jetzt eine Klage vor. «Die unbefriedigende Entschuldigung ändert nichts da­ran», sagt Juristin Hess-Klein.
Aus den Aussagen Eggenbergers schliesse sie, «dass letztlich wenig Einsicht für das begangene grobe Unrecht vorhanden ist».

Und: «Es ist nicht klar ersichtlich, dass Gruppen von behinderten Kindern in Zukunft willkommen sein werden. Die Formulierung, wonach ‹alle Gäste in unserem offenen Bad auch weiterhin Ruhe und Erholung finden› lässt eher befürchten, dass alles beim Alten bleibt», sagt Hess-Klein.
Noch offen ist, ob auch anderen Bädern eine Klage droht. Denn auch das Mineralbad St. Margrethen SG erteilte den Behinderten der HPS Heerbrugg eine Absage. Begründung: Es bestehe die Gefahr der Wasserverunreinigung.

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